Die Wallonie ist für die Regelung der Fahrausbildung, die Überprüfung der Voraussetzungen für den Zugang zum Beruf und die Ausstellung von Ad-hoc-Patenten zuständig. Außerdem überprüft sie die Bedingungen für den Marktzugang und lässt Fahrschulen zu.
Es gibt fünf berufliche Befähigungsnachweise für das Führungs- und Lehrpersonal von Fahrschulen:
- Der Befähigungsnachweis I berechtigt zum Zugang zu den Funktionen des Fahrschulleiters und des stellvertretenden Fahrschulleiters.
- Der Befähigungsnachweis II ermöglicht den Zugang zur Funktion des Ausbilders, der für den praktischen Fahrunterricht für Fahrzeuge der Kategorien B und G zuständig ist.
- Der Befähigungsnachweis III ermöglicht den Zugang zur Funktion des Ausbilders, der für den theoretischen Unterricht zuständig ist.
- Der Befähigungsnachweis IV ermöglicht den Zugang zur Funktion des Ausbilders, der für den praktischen Fahrunterricht für Fahrzeuge der Kategorien AM, A1, A2 und A zuständig ist.
- Der Befähigungsnachweis V ermöglicht den Zugang zur Funktion des Ausbilders, der für den praktischen Fahrunterricht für Fahrzeuge der Kategorien B+E, C1, C1+E, C, C+E, D1, D1+E, D und D+E zuständig ist.
Die Patente werden nach dem Bestehen der in Titel II, Kapitel II des Königlichen Erlasses vom 11. Mai 2004 genannten Prüfungen und der Absolvierung eines in Titel II, Kapitel III desselben Erlasses genannten Praktikums erteilt.
Patente können auch auf der Grundlage des Gesetzes vom 12. Februar 2008 über einen neuen allgemeinen Rahmen für die Anerkennung von Berufsqualifikationen EU ausgestellt werden.
Der Kandidat absolviert nach Bestehen der schriftlichen und mündlichen Prüfung und vor der Präsentation der Musterlektion in einer anerkannten Fahrschule ein Praktikum als Ausbilder in der Disziplin, die dem beantragten Berufsbefähigungsnachweis entspricht. Der Praktikant darf sein Praktikum in einer anerkannten Fahrschule erst beginnen, nachdem er seine Praktikumsgenehmigung erhalten hat.
Das Praktikum muss innerhalb von zwei Jahren ab dem Tag absolviert werden, an dem die mündliche Prüfung bestanden wurde. Die Praktikumserlaubnis ist drei Jahre lang gültig.
Die Anträge werden online über die Plattform Mon Espace eingereicht.
Um eine Genehmigung zum Unterrichten zu beantragen, gehen Sie bitte wie folgt vor:
-
Klicken Sie auf den Link zum Online-Formular am Ende dieser Seite.
-
Identifizieren Sie sich:
-
entweder mit Ihrem elektronischen Personalausweis und einem Kartenlesegerät,
-
oder über die Anwendung Itsme,
-
oder mit einem einmaligen Sicherheitscode, der per SMS gesendet wird.
-
-
Nach der Identifizierung klicken Sie auf „Espace Professionnel“, und wählen Sie das Unternehmen aus, für das Sie den Antrag stellen.
-
Folgen Sie dann den angegebenen Schritten, um das Online-Formular auszufüllen.
Brauchen Sie Hilfe beim Ausfüllen des Formulars oder bei der Nutzung der Plattform monespace.wallonie.be?
Konsultieren Sie bitte die Benutzerhandbücher, die über den Button „Hilfezentrum“ oben rechts auf der Website zugänglich sind:
-
Handbuch für Hauptzugangsverwalter: beschreibt das Verfahren für den Zugang zum „Espace professionnel“.
-
Benutzerhandbuch – Fachleute: beschreibt die Plattform „Mon Espace“ und ihre Funktionalitäten.
Sie können sich auch an den Helpdesk wenden:
E-Mail: helpdesk.monespace@spw.wallonie.be
- Der Ausbilder darf nicht:
- durch ein rechtskräftiges Gerichtsurteil verurteilt worden sein:
- für einen Verstoß nach Buch II, Titel III, Titel VII, Kapitel V und VI, Titel VIII, Kapitel 1 und Titel IX, Kapitel I und II des Strafgesetzbuches;
- für einen Verstoß gegen die Artikel 30, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 37bis, 47, 48 oder 49 des Gesetzes über die Straßenverkehrspolizei, koordiniert am 16. März 1968;
- für einen Verstoß gegen die Bestimmungen des Königlichen Erlasses vom 11. Mai 2004 über die Bedingungen für die Zulassung von Fahrschulen für Kraftfahrzeuge;
- derzeit oder früher das Recht, ein Kraftfahrzeug zu führen, verloren haben. Dieses Verbot gilt jedoch nicht im Falle einer Tilgung der Verurteilung oder einer Rehabilitierung unter der Bedingung, dass die eventuell vom Richter in Anwendung von Artikel 38 des Gesetzes über die Straßenverkehrspolizei, koordiniert am 16. März 1968, auferlegten Prüfungen bestanden wurden.
- Um den theoretischen Unterricht zu erteilen, muss der Fahrlehrer seit mindestens drei Jahren Inhaber eines von einem Mitgliedstaat des Europäischen Wirtschaftsraums ausgestellten Führerscheins sein, der zumindest für das Führen von Fahrzeugen der Klasse B gültig ist. Um den praktischen Unterricht zu erteilen, muss der Ausbilder seit mindestens drei Jahren Inhaber eines von einem Mitgliedstaat des Europäischen Wirtschaftsraums ausgestellten Führerscheins sein, der für die Klasse oder Unterklasse von Fahrzeugen gültig ist, deren Führung sie unterrichten, und die in Artikel 43 des Königlichen Erlasses vom 23. März 1998 über den Führerschein vorgesehene ärztliche Untersuchung bestanden haben.
- Die Funktionen oder Beschäftigungen, einschließlich der des Dolmetschers für die theoretische Prüfung, in einer anerkannten Organisation für die technische Kontrolle von Kraftfahrzeugen sowie die Kontrollfunktionen gemäß Artikel 39 des Königlichen Erlasses vom 11. Mai 2004 sind unvereinbar mit jeder Funktion oder Beschäftigung in einer anerkannten Fahrschule (Artikel 13 des oben genannten Königlichen Erlasses).